Beschreibung der Methode und des Ablaufs

Begrüßung und thematischer Einstieg

Nach der Begrüßung werden die Eltern kurz in das Thema und die Intention des Elternabends eingeführt.

Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Kinder

Wurden im Rahmen des Unterrichts mit den Schülerinnen und Schülern „Powerhandys“ entworfen, so werden an dieser Stelle von zwei bis drei Kindern Vorträge zum Thema „Mein Powerhandy-Entwurf für Schüler“ gehalten. Alternativ oder zusätzlich können den Eltern weitere Unterrichtsergebnisse zum Thema Handy (siehe: Unterrichtsidee „Problemszenen“ und „Rechengeschichten“) gezeigt werden.
Die Eltern nehmen im Anschluss Stellung zu den Kurzvorträgen und Präsentationen der Kinder („gute Übung für Vorträge und Präsentationen“, „mutig“, „originelle Ideen“, „das sollten sie zu Nokia schicken“ etc.).
Im Rahmen eines Kurzreferats kann die Lehrkraft nun einen Zusammenhang zu der Bedeutung des Mobilfunks für Kinder und Jugendliche darstellen. Zudem werden die Problemstellungen, die sich an Schulen ergeben, und die gegenwärtige Rechtslage in Bezug auf ein schulisches Handyverbot erörtert.

Diskussion mit den Eltern

Die Eltern äußern anschließend ihre Meinungen zum Thema „Handy in der Grundschule“, die der Lehrer für alle sichtbar an der Tafel protokolliert. Die Kinder wiederum protokollieren die Meinungen der Eltern, um sie am nächsten Tag in ihrer Klasse wiederzugeben.
Auch die Kinder dürfen ihre Argumente für den Gebrauch von Handys in der Schule vortragen, sie haben dazu einige Argumente in der Klasse vorbereitet. Ebenfalls besteht hier die Möglichkeit, die im Unterricht erstellten Handyregeln (siehe: Unterrichtsidee „Handyregeln für die Schule“) zu präsentieren.
Beispiele für Argumente der Kinder für den Gebrauch von Handys in der Schule könnten sein:
  • Handys kann man zum Lernen benutzen.
  • Der Taschenrechner kann im Mathematikunterricht benutzt werden.
  • Im Sportunterricht und in Mathematik kann man die Handy-Stoppuhr einsetzen.
  • Mit der Audioaufnahmefunktion kann man für Diktate üben.
  • Man kann die Tafel fotografieren, wenn dort etwas Wichtiges steht.
  • Man kann auf Ausflügen und bei Klassenfahrten fotografieren und filmen.
  • Man kann im Handy Notizen machen.
Die Lehrkraft sollte sich in der Diskussion darauf vorbereiten, dass die Eltern dem Gebrauch von Handys in der Schule positiv, aber durchaus auch negativ gegenüberstehen könnten. Es muss gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie eine am Schulalltag orientierte Lösung bzw. Regelsetzung aussehen könnte.

Auswertung und Verabschiedung

Die von der Lehrkraft dokumentierten Äußerungen werden abschließend zusammengefasst und das weitere Vorgehen in den Schulgremien (z. B. Gesamtelternkonferenz, Lehrerkonferenz, Schülerparlament) erläutert.
Die Lehrerin oder der Lehrer kann dazu anregen, auch in den Familien über Handyregeln nachzudenken. Was dürfen die Kinder mit ihren Handys eigentlich zu Hause? Außerdem kann die Lehrkraft die Eltern um Unterstützung bitten, falls sich Verdachtsmomente zum Missbrauch von Handys ergeben. Es bietet sich an, den Eltern entsprechende Informationsmaterialien an die Hand zu geben, damit eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema auch über den Elternabend hinaus stattfindet.
Zum Abschluss geht es um die Auswertung der Veranstaltung durch die Eltern selbst. Leitgedanken einer Feedback-Runde, in der sich jede/r melden kann, sind: „Was nehme ich von der Veranstaltung mit? Was hat mir besonders gefallen? Was hat mir nicht gefallen? Welche Fragen sind noch offen? Was wünsche ich mir? Welche Gedanken sind mir wichtig? Habe ich Bedarf an weiteren Informationen?“
Zusätzlich oder alternativ können die Eltern anonym eine Rückmeldung auf einem Bewertungsplakat mithilfe von Klebepunkten abgeben.
Die Veranstaltung wird von der Lehrkraft/den Lehrkräften ausgewertet und ein Protokoll erstellt, das alle Eltern sowie Vertreterinnen und Vertreter in den Schulgremien erhalten.