JIM-Studie 2011: Fast jeder Jugendliche besitzt ein Handy

Mobile Kommunikation gehört für die 12- bis 19-Jährigen selbstverständlich zum Alltag. Sie schicken vor allem SMS und telefonieren, aber sie nutzen das Handy auch für Internet, Spiele, Musik und Social Media.

96 Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben ein eigenes Handy, so das Ergebnis der aktuellen JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. 1.200 Mädchen und Jungen zwischen 12 und 19 Jahren wurden über ihr Mediennutzungsverhalten und ihren Umgang mit Mobilfunk befragt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich vor allem Smartphones zunehmend verbreitet: Jeder vierte Befragte besitzt ein solches Gerät, das sind 11 Prozentpunkte mehr als 2010.

Miteinander zu kommunizieren steht bei der Handynutzung weiterhin im Vordergrund. Vier Fünftel tauschen sich regelmäßig über SMS aus oder werden angerufen, knapp drei Viertel rufen mehrmals in der Woche jemanden an. Aber für die meisten Jugendlichen ist das Handy längst mehr als nur ein Telefon: Sie hören Musik, schießen Fotos mit der integrierten Kamera oder gehen online. Wer ein Smartphone besitzt, hat im Schnitt 22 Apps – kleine Anwendungsprogramme – installiert. Zu den beliebtesten zählen Apps von Communitys, Computerspiele und mobile Instant-Messenger-Programme. Auch Kostenkontrolle ist für die jungen Handynutzer wichtig: Zwei Drittel haben einen Prepaid-Vertrag, bei dem die Gebühren im Voraus bezahlt werden. Vor allem bei den Jüngeren ist dieses Bezahlmodell sehr verbreitet. Bei ihnen sind die Gesamtkosten für mobile Kommunikation am niedrigsten: Während die 12- bis 13-Jährigen pro Monat im Schnitt 10,55 Euro ausgeben, sind es bei den volljährigen Befragten 23,76 Euro.

Den Jugendlichen sind aber auch die Schattenseiten der Handynutzung bewusst. Sie wissen, dass mobile Kommunikation missbraucht werden kann, um anderen zu schaden, zum Beispiel durch Mobbing, das Verbreiten von Filmen mit gewalttätigen Inhalten („Happy Slapping“) oder Weitergabe illegaler Inhalte aus dem Internet.

Weitere Informationen und Ergebnisse der JIM-Studie 2011 sind auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest erhältlich (www.mpfs.de).