Gewaltprävention

Die missbräuchliche Nutzung neuer Medien hat sich in den letzten Jahren zu einem bedenklichen Trend unter Jugendlichen entwickelt. Ein Beispiel ist das so genannte „Happy Slapping“, bei dem Gewalthandlungen mit einem Handy aufgenommen und im Internet oder via Mobiltelefon verbreitet werden. Die Vermittlung von Medienkompetenz an Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den modernen Kommunikationskanälen wird vor diesem Hintergrund immer wichtiger.

97 Prozent aller 12- bis 19-Jährigen in Deutschland besitzen ein eigenes Mobiltelefon. Dies ergibt die aktuelle Jugendstudie JIM 2010. Kinder und Jugendliche gebrauchen das Handy jedoch nicht nur zum Telefonieren und SMS schreiben. Mobil Musik hören, Fotos aufnehmen, Videos aufzeichnen, im Internet surfen und Daten austauschen ist für viele junge Nutzer selbstverständlich. Doch dies birgt auch Risiken. So können Handys für das Aufnehmen, Empfangen und Weiterleiten von ungeeigneten Inhalten benutzt werden. Ein besorgniserregendes Phänomen ist das sogenannte „Happy Slapping“ (verharmlosend für „Fröhliches Schlagen“). Das Filmen von gewalttätigen Übergriffen wie Schlägereien und die anschließende Verbreitung der Videos per Handy oder im Internet hat der JIM-Studie 2010 zufolge bereits etwa jeder dritte jugendliche Handybesitzer schon einmal mitbekommen. Vor diesem Hintergrund wird die Vermittlung von Medienkompetenz an Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den modernen Kommunikationskanälen immer wichtiger.